Eigenverbrauch

Was versteht man unter Eigenverbrauch?

Beim Eigenverbrauch liegt in der Regel eine Personenidentität vor, beziehungsweise handelt es sich beim PV-Anlagenbetreiber und Stromverbraucher um die ein und dieselbe (juristische) Person. Beim Eigenverbrauch wird der Strom, den die hauseigene Solarstromanlage auf dem Dach erzeugt, zunächst in die PV-Anlage geleitet. So können alle elektrischen Geräte, die an das Hausnetz angeschlossen sind, mit dem Strom betrieben und dieser zur Deckung des Eigenbedarfs verbraucht werden. Der Verbrauch des hauseigen produzierten Stroms wird als Eigenverbrauch bezeichnet oder auch Selbstverbrauch genannt.

Solarstrom-Anlagen beziehungsweise Photovoltaik-Anlagen, galten lange Zeit als besonders rentabel. Denn mit dem Strom, der mit den Anlagen erzeugt und nicht eigens verbraucht wurde, sondern ins öffentliche Stromnetz einspeist werden konnte, ließ sich sehr gut Geld verdienen. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Obwohl die staatliche Einspeisevergütung nicht mehr so attraktiv erscheint, kostet jedoch der selbst erzeugte Solarstrom inzwischen nur noch etwa die Hälfte, im Vergleich zu den Kosten, mit denen man beim Strom vom Stromversoger zu rechnen hat. Somit lohnt sich auch weiterhin die Installation einer Photovoltaik-Anlage, als auch die Eigenproduktion, sprich der Eigenverbrauch.

Wie groß ist mein Eigenverbrauch?

Der Haushalt erfasst drei verschiedene Strommengen. Und zwar die Strommenge, die die hauseigene PV-Anlage erzeugt (Eigenproduktion), die Strommenge, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, und die Strommenge, die aus dem öffentlichen Stromnetz nach Bedarf hinzugekauft werden muss. Dafür werden in spezieller Anordnung Stromzähler (PV-Zähler, Einspeisezähler) eingebaut. Der Eigenverbrauch lässt sich aus den gezählten Strommengen errechnen. Dafür wird die eingespeiste Strommenge, die der Einspeisezähler erfasst, von der produzierten Strommenge, die der PV-Zähler erfasst, abgezogen.

Anschaffungskosten für eine Photovoltaik-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage kann den kompletten Haushalt mit Strom versorgen. Je nach Qualität, Leistungsbedarf und Technik der Photovoltaik-Anlage variieren auch die Anschaffungskosten der Photovoltaik.

Für ein Einfamilienhaus muss mit Kosten von 5.000 bis etwa 15.000 Euro gerechnet werden. Dabei entfallen ca. 85 Prozent der Kosten auf Wechselrichter, Solarmodule, Solarleitungen und das Montagesystem, also das erforderliche Material. Nur etwa 15 Prozent werden für Montagekosten fällig. Hat man erst einmal die PV-Anlage installiert, kommen zu den einmaligen Anschaffungskosten auch noch die jährlichen Kosten für den Betrieb hinzu.

Um den Eigenverbrauch in einem Einfamilienhaus zu decken, reicht eine Photovoltaik mit einer Leistung von etwa 3 bis 5 kWp. Um ein Kilowatt Peak Leistung zu erreichen, benötigt man eine Fläche von ca. 6 qm. Das bedeutet, dass man für ein Einfamilienhaus mit einem fünf Kilowatt Peak Leistungsbedarf, eine Fläche von mindestens 30 qm benötigt. Eine Photovoltaik-Anlage lässt sich bereits bei einer Leistungsstärke von gerade einmal 2,5 kWp wirtschaftlich betreiben.